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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2011
Ingenieure des Lebens
Wohin führt die Synthetische Biologie?
Der Inhalt:

»Ich glaube nicht an Feen«

von Christian Modehn vom 29.09.2011
Mythen, Götter, ewige Nacht: Island steckt voller Geheimnisse. Im Oktober ist das Land Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Ein Gespräch mit der Buchautorin Marie Krüger
Die unendlichen Weiten Islands: Wohnen hier vielleicht ein paar Feen? Auf der Frankfurter Buchmesse Mitte Oktober ist Island in diesem Jahr literarischer Ehrengast (Foto: pa/Bäsemann)
Die unendlichen Weiten Islands: Wohnen hier vielleicht ein paar Feen? Auf der Frankfurter Buchmesse Mitte Oktober ist Island in diesem Jahr literarischer Ehrengast (Foto: pa/Bäsemann)

Frau Krüger, Sie sind seit zehn Jahren regelmäßig in Island. Was verbindet Sie mit dem Land?

Marie Krüger: Ich habe beim Studium den Schwerpunkt auf Island gelegt, weil dessen Geschichte, Literatur und Natur so einzigartig sind. Von Anfang an habe ich mich dem isländischen Alltag ausgesetzt, da ich immer mit oder bei Isländern gewohnt habe. Ich habe viele Freunde dort, noch immer viele Fragen und ein ambivalentes Verhältnis zum Land.

Warum?

Krüger: Es ist eine ständige Anziehung da. Aber sie verschließt mir nicht die Augen vor Dingen, die ich kritisch betrachten möchte.

Muss man die Dunkelheit lieben, wenn man Island mag?

Krüger: Nicht zwangsläufig. Touristen kommen während des Sommers ins Land. Ich dagegen bin oft dort, wenn es sehr dunkel ist, da ich häufig den Jahreswechsel in Island verbringe. Die Dunkelheit dort kann einem das Leben schon schwer machen. Im Studium habe ich früh darauf geachtet, in den wenigen Stunden des Tageslichts möglichst keine Lehrveranstaltung zu belegen, damit ich mittags im Licht spazieren oder schwimmen gehen konnte. Von November bis März brauche ich dort mindestens neun Stunden Schlaf pro Nacht. Viele meiner isländischen Freunde schwören darauf, gleich nach dem Aufstehen an die frische Luft zu gehen, um in Gang zu kommen. Andere schlafen im Winter fast gar nicht, weil sie den Unterschied zwischen Tag und Nacht kaum spüren. Ich habe einmal im Frühjahr auf Heimaey Deutsch unterrichtet, wo nur 4000 Menschen leben. Oft war es sehr windig und schon der Weg zur Schule so anstrengend, dass mir für andere Aktivitäten schlicht di

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