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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2021
Lügen! Vertuschen! Diskriminieren!
Jetzt gilt es, Farbe zu bekennen
Der Inhalt:

Sophie Scholl
»Dann muss es eben eine Frau tun!«

von Christian Feldmann vom 06.04.2021
Sophie Scholl ist eine Ikone des Widerstands gegen das NS-Regime. Aber sie war nicht das fromme, naive Mädchen, zu dem sie stilisiert wurde – sondern eine ungestüme existenzialistische Denkerin und strategische Aktivistin
Die junge Frau und die Flugblätter: Scholl-Bildnis des Illustrators Seth Hahne (Illustration: Seth T. Hahne)
Die junge Frau und die Flugblätter: Scholl-Bildnis des Illustrators Seth Hahne (Illustration: Seth T. Hahne)
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Das Leben von Helden verläuft keineswegs immer so geradlinig, wie es später in den Lesebüchern steht. Das gilt auch für Sophie Scholl, deren 100. Geburtstag am 9. Mai begangen wird. Der Name der Studentin, die als Widerstandskämpferin von den Nazis hingerichtet wurde, ziert Schulen und Straßen in ganz Deutschland. Aber sie war nicht das fromme, biedere Mädchen, als das sie bis heute häufig gezeichnet wird.

Tatsächlich: In der Familie des liberal und pazifistisch denkenden Ulmer Wirtschaftsprüfers Robert Scholl waren dessen Kinder anfangs hell begeistert von den Nationalsozialisten. »Mit Leib und Seele gehöre ich Hitler«, schrieb die sechzehnjährige Tochter Inge in ihr Tagebuch. Ihr Bruder Hans hing in seinem Zimmer ein Hitlerbild auf, das der Vater jeden Abend wütend in eine Schublade verbannte.

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