Kampf um die Seelen
Mittwochnachmittag ist nun wirklich keine klassische Kirchgängerzeit. In der Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz aber sitzen zweihundert junge Männer in den Bänken. Sie haben die schwarzen Haare mit Gel gestylt wie die Fußballer und tragen Jogginghosen zu Turnschuhen. Einigen baumelt ein Kreuz am Goldkettchen um den Hals; bei anderen leuchtet Jesus als Bildschirmschoner auf dem Smartphone. Vor fünf Jahren kamen ein paar ältere Berliner zum Bibelkurs, die Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, einer theologisch eher konservativ ausgerichteten Freikirche, stand kurz vor dem Aussterben. Und jetzt das.
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