Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2023
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Brasilien
Indigene ohne Schutz

vom 01.08.2023
Die kirchliche Fachstelle für Indianerfragen schlägt Alarm: Land und Leben von Indigenen nach wie vor bedroht.
(Foto: PA/DPA/Diego Baravelli)
(Foto: PA/DPA/Diego Baravelli)

180 Indigene seien im vergangenen Jahr in Brasilien ermordet worden. In 309 Fällen seien Teile indigener Schutzgebiete besetzt worden, um dort Rohstoffe illegal auszubeuten. Das gab die kirchliche Fachstelle für Indigenenfragen in Brasilien (Cimi) in ihrem Gewaltbericht für das Jahr 2022 bekannt. Ein Problem sei auch die hohe Kindersterblichkeit unter Indigenen: In den vier Jahren der Bolsonaro-Präsidentschaft seien mehr als 3 500 Kinder unter vier Jahren gestorben und damit ein Drittel mehr als in den vier Jahren zuvor. »Die internationale Gemeinschaft darf nicht länger tatenlos zusehen, wie Indigene ermordet, ihre Territorien ausgebeutet und damit auch die für das Überleben der ganzen Menschheit notwendigen natürlichen Ressourcen unwiederbringlich vernichtet werden«, erklärte Martin Maier, Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, das die Cimi unterstützt.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 15/2023 vom 04.08.2023, Seite 39
Besser helfen
Besser helfen
Neue Wege in der Entwicklungspolitik
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Schlagwörter: IndigeneBrasilien
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.