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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Der Inhalt:
Dossier

Im Anfang das Wort

Was soll man mit der alten Bibel noch anfangen? Ein Gespräch mit den Bibelwissenschaftlern Egbert Ballhorn und Regina Wildgruber über Anfänge und Bibellektüre
von Eva-Maria Lerch, Michael Schrom vom 21.01.2020
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Unerforschter Prozess: Was macht die Bibel mit ihren Leserinnen und Lesern? (Foto: iStock by Getty / kevron2001)
Unerforschter Prozess: Was macht die Bibel mit ihren Leserinnen und Lesern? (Foto: iStock by Getty / kevron2001)
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Publik-Forum: Frau Wildgruber und Herr Ballhorn, Sie haben gemeinsam mit Kollegen ein ungewöhnliches Werk über die Buchanfänge der Bibel herausgebracht: »73 Ouvertüren«. Wie kamen Sie darauf?

Egbert Ballhorn: Im Anfang war das Wort. Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. Das sind berühmte, berührende Anfangssätze. Und zugleich sind sie sehr programmatisch, denn das Thema des jeweiligen biblischen Buches klingt in ihnen schon an. Nachdem wir die einzelnen Bücher einmal in Ganzschrittlektüre von Anfang bis Ende gelesen haben, fiel uns auf, dass die ersten Kapitel der 73 Bücher alle wie Ouvertüren sind, die die Melodie des gesamten Textes schon in sich bergen. Das hat uns vergnügt …

Regina Wildgruber: Es

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Wilfried Lintner 14.09.2021, 15:23 Uhr:
Wenn wir heute das Alte Tesament aufschlagen, dürfen wir den Text nicht unter den Vorzeichen der heutigen Literatur lesen. Die damalige Sprache war eine Art Geheimsprache für Eingeweihte. Religion im heutigen Sinne gab es damals ja noch nicht. Dafür gab es die Weisheitslehrer, die noch Kontakt zu den himmlischen Welten hatten.
Das Neue Testament ist gesprochen aus der Sicht von Menschen, die einen solchen Kontakt nicht mehr hatten. Aber die Sprache ist weitestgehend noch aus dem alten Weisheitsgut entnommen. Diese Sprache muss man verstehen. Dafür bedarf es aber keiner Theologie, sondern lediglich die Fähigkeit, sich in die Sprache des Geistes zu vertiefen.

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