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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

Weihnachten bedeutet nicht wenigen Menschen mehr als Kaufen und Kommerz. Doch vielen fällt es schwer, über Glauben, Religion oder gar über Gott zu reden. Das erlebt der Priester und Poet Andreas Knapp im säkularen Leipzig. Auf die Frage, ob sie katholisch oder evangelisch sind, antworteten viele: »Ich bin normal.« Die religiöse Sprache wird vielen Menschen immer fremder, nicht nur in Leipzig. Das hat Folgen. In einer Welt der technischen Verwaltungssprache fehlen Worte für Bedürfnisse wie Zuneigung, Freundschaft, Liebe und Glaube, die das Messbare übersteigen. Knapp sucht diese Worte in der Poesie: Gott wird Wort. Seite 30

Sprachfähigkeit ist derzeit auch in Frankreich gefragt. Dort lässt Emmanuel Macrons Politik offenbar Millionen Franzosen sprachlos zurück. In gelben Westen protestieren sie dagegen, dass der Präsident sie vor der Wahl hofierte und seither ignoriert. Nun will die französische Bischofskonferenz einen Dialog einleiten und die Sprachfähigkeit wiederherstellen. Aus der Sicht unserer Mitarbeiterin in Paris, Karin Finkenzeller, ist der Weg dahin weit. Zudem könnte der Protest auch in anderen Ländern verfangen, denn die Kluft zwischen Eliten und Volk wird vielerorts größer: Seite 20

Jetzt, da sich ihre Lage ein wenig entspannt hat, kann Alexandra Reißler die bewegende Geschichte ihres Sohnes erzählen. Im Sommer 2014 versagten seine Nieren. Jede Nacht hing er zehn Stunden an der Dialyse. Sein Zustand wurde immer kritischer. Dann spendet ihm seine Mutter eine ihrer Nieren. Nun geht es ihm viel besser. Aber wie lange? Irgendwann wird er eine neue Niere brauchen. So hoffen die Eltern auf ein Gesetz, das Organspenden erleichtert: Seite 12

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