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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Bass unterm Tannenbaum

von Claudius Grigat vom 21.12.2018
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Dub-Reggae. Weihnachten ist das Fest der Freude. Und Dub macht Freude. Warum also nicht beides kombinieren? Unter »Dub« versteht man gemeinhin eine Spielart der Reggae-Musik, die in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren auf Jamaika entstand. Reggae-Songs wurden mit Effekten versehen und neu abgemischt. Die Schweizer Band »Dub Spencer & Trance Hill« spielt ihre effektbeladenen, verspielten und vertrackten Instrumentalstücke auch live – moderne Technik macht es möglich. Das Tolle an dieser Musik ist, dass sie sowohl zum Tanzen taugt als auch zum Zuhören, da ständig etwas Neues passiert. Und das, obwohl jeder die Lieder auf diesem Album bereits kennen sollte – in welcher Version er sie auch immer im Ohr hat. »Jingle Bells«, »Morgen kommt der Weihnachtsmann«, »Stille Nacht« oder »The First Noel« klingen in unseren Köpfen, ob mit der Blockflöte oder von der Kantorei oder gar von Helene Fischer intoniert. Die jungen Schweizer knüpfen daran an, kreieren daraus aber fantastische Reisen durch kleine Melodien, entspannte Grooves und große Hall- und Echoräume mit funky Gitarren, Hammond-Orgeln und viel Bass. Das Ganze ist dabei niemals bloß ironisch, geschweige denn respektlos – die Liebe zum Ausgangsmaterial scheint immer durch. Und trotzdem werden gleichzeitig diverse Grenzen traditionellen Weihnachtsliedguts auf intelligent-charmante Weise gesprengt, und in den Tannenduft mischt sich eine dezente Note von Kräuterzigarettenrauch. Ein Weihnachtsliederalbum, das einfach Freude macht und mindestens den Fuß wippen lässt.

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