Leserbrief
Welt im Klimawandel
Der Meeresanstieg ist wohl unumkehrbar und mit ihm werden viele Inseln auf der Erde und viele Großstädte verschwinden, vielleicht noch zu unseren Lebzeiten. Ebenso erschreckend ist die Menschen gemachte Müllmenge, für die wir noch keine Lösung wollen und die uns stark belastet. Egal, wie wir uns entscheiden, die Welt wird sich wesentlich ändern. Hans Nieleck, Bad Säckingen
In den deutschen Medien wird immer noch der Eindruck verbreitet, dass die beeindruckende Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion und Exporte in Brasilien zu Lasten des Tropenwaldes und der indigenen Gemeinschaften geht. Das ist schon seit vielen Jahren nicht mehr so. Tatsächlich verhalten sich der Anstieg der Sojaproduktion und die Abholzung des Regenwaldes gegensätzlich: Während Erstere steigt, geht die Abholzung zurück. Und das ist insbesondere so, seitdem Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wiedergewählt wurde. In den letzten beiden Jahren ist die Abholzung des Regenwaldes noch mal deutlich zurückgegangen. Die Zeit des Extraktivismus, das heißt der maßlosen Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen in Brasilien, ist vorbei. Das Land setzt stattdessen auf Intensivierung und Aufwertung degradierter Flächen, von denen es genug gibt. Wir sollten in Deutschland von unserer paternalistischen Sichtweise Abstand nehmen und gegenüber den Anstrengungen der brasilianischen Regierung und Agrarforschung mehr Respekt zeigen. Roger Peltzer, Kerpen




