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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2016
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Das unangenehme Gefühl

vom 02.12.2016
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Ausstellung. Ein Teenie schämt sich für seine Pickel, der Großvater dafür, dass er alles vergisst, die Frau an der Kasse, dass sie nicht studiert hat: Es gibt viele Gründe, sich zu schämen. Hundert davon hat der Philosoph und Kurator Daniel Tyradellis ausgewählt und für das Hygiene-Museum in Dresden in Szene gesetzt. Bis zum 5. Juni 2017 ist dort die Ausstellung mit dem Titel »Scham. 100 Gründe, rot zu werden« zu sehen. Die Schau widmet sich Ursachen und Anlässen des unangenehmen Gefühls, die abhängig von kulturellen Gegebenheiten und lokalen Traditionen sind. Insgesamt rund 250 Objekte beleuchten das komplexe Thema, darunter Masken, hinter denen der Mensch seine Scham verstecken kann, ein Keuschheitsgürtel, Merkzettel von einem Mann, der Alzheimer bekam, oder auch eine Toilette als der schambesetzte Ort schlechthin. Zudem zeigen Videos Menschen in peinlichen Momenten. Kurator Tyradellis sagt, die Ausstellung erzähle, »in welcher Weise Scham Leben regelt«. Bestenfalls komme der Besucher »beschwingter und freier raus«.

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