Personen und Konflikte
Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sieht im Reformationsjubiläum im Jahr 2017 »keine rein evangelische Angelegenheit«. Die Herausforderung liege darin, dem Jubiläum eine deutlich ökumenische Dimension zu geben und gleichzeitig die evangelische Klarheit zu bewahren. In einer säkularisierten Gesellschaft habe das gemeinsame Zeugnis von Christen ein großes Gewicht, sagte Käßmann. Der »Ökumene-Bischof« der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Gerhard Feige (Magdeburg), erklärte, Katholiken empfänden die Reformation und die »damit zusammenhängende Spaltung der abendländischen Kirche als tragisch«. Bis in die Gegenwart litten Christen – vor allem konfessionsverschiedene Ehen und Familien – an der Spaltung. »Das sollte nicht verdrängt oder beschönigt, sondern aufgearbeitet werden«, sagte Feige.
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