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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Widerstand gegen die Geldwechsler

von Susan George vom 26.10.2012

Wir erleben in Europa, dass die Kosten der kapitalistischen Krise den ganz normalen Menschen auferlegt werden. Die Griechen, Spanier und Portugiesen müssen zahlen, so wird gesagt, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die Deutschen müssen zahlen, so wird gesagt, weil die Griechen so faul seien. In religiösen Begriffen heißt dies: Die Menschen haben gesündigt und jetzt müssen sie bestraft werden. So kommt zu der tiefen ökonomischen Krise noch eine moralische Krise. Wir erleben ein System, in dem die Unschuldigen bestraft und die Schuldigen belohnt werden. Und diesem System folgt die Politik. Die Regierungen, die EU-Kommission, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank machen Politik von Banken für Banken. Diese Entwicklung erinnert an die Geschichte in der Bibel, in der Jesus den Tempel betritt und die Geldwechsler mit der Peitsche aus dem Tempel jagt. »Schafft das weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Halle von Dieben«, sagte er ihnen. Doch inzwischen sind die Geldwechsler längst wieder vom Hof in den Tempel gezogen. Und regieren die Welt. Dagegen braucht es Widerstand.

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