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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Was ist das für eine Liebe?

Im Ritual der Beschneidung wird der Bund zwischen Gott und den Menschen mit Schmerz verknüpft. Doch ein solches Gottesbild ist doppelbödig. Eine Erwiderung auf Melitta Müller-Hansen

Zunächst: Ich finde es richtig, dass die Beschneidung – gerade in Deutschland – nicht aufgrund »staatlicher Gewalt« verboten wird. Und doch möchte ich einen Gedanken zur Diskussion stellen, der an einem theologischen Widerspruch entsteht, den ich in der Beschneidung erkenne. Damit möchte ich zugleich dem Beitrag von Melitta Müller-Hansen (Publik-Forum 18/2012) zur Beschneidung widersprechen.

Für Müller-Hansen ist das »wichtigste Kriterium, das eine lebendige Religion ausmacht, wie viel Liebe, wie viel Lebensweisheit in ihr ist.« Und genau nach dieser Liebe frage ich: nach der Liebe Gottes und ihrem besonderen Ausdruck im

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