»Das Harte unterliegt«
Das Gedicht, das hier aus Raumgründen leicht gekürzt werden musste, ist im Frühjahr 1938 geschrieben und ein Jahr später in Kopenhagen in der Sammlung »Svendborger Gedichte« veröffentlicht worden. Seit seiner Flucht aus Nazi-deutschland 1933 lebt Brecht mit den Seinen im Exil in Dänemark. In Svendborg war er untergekommen, einem Küstenstädtchen an der Südküste der Insel Fünen, und hatte dort ein altes reetgedecktes Fischerhaus erworben. Ohnmächtig hatte er mitansehen müssen, wie der Faschismus in Europa von Sieg zu Sieg geeilt war. Und die Frage war immer dringlicher geworden: Wie durchhalten in diesen »finsteren Zeiten«? Wie den Glauben an den Sieg einer anderen Weltordnung bewahren?
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Karl-Josef Kuschel ist emeritierter Professor für Theologie der Kultur in Tübingen. Dieser Text stammt aus seinem neuen autobiografischen Buch: Magische Orte. Ein Leben mit der Literatur. Patmos. 644 Seiten. 42 € (Publik-Forum-Shop Best.-Nr. 4287). Vor vier Jahren erschien von ihm: Im Fluss der Dinge. Hermann Hesse und Bertolt Brecht im Dialog mit Buddha, Laotse und Zen. Patmos. 728 Seiten. 57 €.
