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Es hapert an der Rechtschreibung

vom 08.10.2021
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(Foto: BillionPhotos/stock.adobe)
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Die Bildungspolitik muss sich nach Einschätzung von Forschenden stärker um die Sprachförderung in den Schulen kümmern. Der Auf- und Ausbau bildungssprachlicher Fähigkeiten gelinge besonders gut, wenn die familialen Voraussetzungen dafür gegeben seien, die Schule herausfordernde Aufgaben stelle und die Lehrkräfte als gute Sprachmodelle fungierten, hieß es bei der Vorstellung des dritten Berichts zur deutschen Sprache, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften vorgelegt wurde. Dies sei nicht überall gegeben. Gute Bedingungen seien eher an Gymnasien zu finden und nur bedingt an anderen Schularten. Unter historischer Perspektive hätten Grundschülerinnen und -schüler mit Gymnasialempfehlung heute einen größeren Wortschatz und flexiblere Ausdrucksmöglichkeiten. Die Sicherheit in der Rechtschreibung sei jedoch zurückgegangen. Hier sei die Politik gefordert. Entscheidend sei, dass Schüler weiterhin zwischen bildungssprachlichen und aus dem Alltag stammenden Gebrauchszusammenhängen unterscheiden können, hieß es. Es sei ein bildungsgerechter Ausbau der Sprachfähigkeiten erforderlich.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 19/2021 vom 08.10.2021, Seite 26
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