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Großes Unrecht und Leid in Heimen

vom 08.10.2021
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Bu machen: Mädchen und Jungen im Kinderheim »Iwan Jakowlewitsch« in Stralsund säubern die AUßenanlagen vor dem Heim (Foto: pa/zb)
Bu machen: Mädchen und Jungen im Kinderheim »Iwan Jakowlewitsch« in Stralsund säubern die AUßenanlagen vor dem Heim (Foto: pa/zb)

Behinderten Kindern und Jugendlichen ist in Heimen und Kliniken in der Bundesrepublik und in der DDR vielfaches Leid und Unrecht zugefügt worden. Dies belegt eine wissenschaftliche Untersuchung an der Düsseldorfer Universität im Auftrag der Bundesregierung. Die Behörden hätten bei den Kontrollen überwiegend versagt, bilanziert die Studie. Zudem hätten die Gesellschaften beider Länder der Situation von behinderten und psychisch kranken Kindern überwiegend gleichgültig gegenüber gestanden. Erst ab den 1970er-Jahren habe sich in der Bundesrepublik die Betreuung verbessert und seien die Reformbemühungen auch von kirchlichen Einrichtungen in der DDR aufgegriffen worden. In staatlichen Heimen und Kliniken habe sich bis zum Ende der DDR wenig verbessert.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 19/2021 vom 08.10.2021, Seite 27
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Die Forscher fanden alle Formen physischer und psychischer Gewalt im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen. Kliniken und Heime seien schlecht ausgestattet, das Personal häufig überfordert und die Ruhigstellung der Kinder durch Medikamente üblich gewesen. In einigen Einrichtungen seien Medikamente an Kindern getestet worden. Eine angemessene Förderung der behinderten Kinder habe es kaum gegeben. Untersucht wurden 17 Behindertenheime und psychiatrische Kliniken für Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik und der DDR in öffentlicher, katholischer oder evangelischer Trägerschaft.

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