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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2018
Gottverlassen
Findet die katholische Kirche aus ihrer selbstverschuldeten Misere?
Der Inhalt:

Was gehört zum Beichtgeheimnis?

vom 05.10.2018
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Im Zuge des Missbrauchsskandals ist auch das Sakrament der Beichte ins Zwielicht gerückt. Haben sexuell übergriffige Priester den Ort ausgenutzt, um Kontakte anzubahnen? Forschten sie nach intimen Details, um ihre Fantasie anzuheizen? Konnten Missbrauchstäter die Beichte nutzen, um ihr schlechtes Gewissen zu betäuben, im Glauben, damit sei die Tat vor Gott und der Welt ungeschehen zu machen?

In Indien will die staatliche Kommission zur Justizreform nun Frauen zum Anhören der Beichte zulassen. Frauen seien besser geeignet, Beichten über sexuelle Themen anzuhören; möglich sei etwa der Einsatz von Ordensfrauen, heißt es in einem Kommissionspapier. Die indische Bischofskonferenz sieht darin eine unzulässige Einmischung des Staates in Kirchenangelegenheiten. In Australien gibt es unterdessen

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