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Brüssel gegen US-Konzerne

vom 13.10.2017
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Die EU-Kommission geht weiter gegen US-Steuersünder vor. Große Konzerne wie Fiat, Starbucks und Apple wurden bereits zu hohen Nachzahlungen verdonnert. Nun soll auch das Internetversandhaus Amazon bis zu 250 Millionen Euro nachzahlen. Der Grund: Der Konzern hat zwar die Gewinne ordnungsgemäß ausgewiesen. Gleichzeitig hat er Lizenzgebühren für seine Holding in Luxemburg (unter dem heutigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker) so hoch angesetzt, dass nach der Verrechnung mit den Gewinnen nicht mehr viel übrig blieb. »Dadurch wurden fast drei Viertel der Gewinne von Amazon nicht besteuert«, sagt EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager. Der Konzern habe viermal weniger Steuern gezahlt als örtliche Unternehmen. Zudem will Brüssel Irland vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen, weil es sich weigert, 13 Milliarden Euro an Steuern von Apple zurückzuholen.

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