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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

»Der Präsident ist sichtbar gealtert«

von Olaf Neumann vom 05.10.2012
Wie Barack Obama und Mitt Romney ticken und warum ein Wahlkampf für soziale Gerechtigkeit in den USA gar nicht so einfach ist. Fragen an Ulf-Jensen Röller, ZDF-Korrespondent in Washington
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Herr Röller, wie erleben Sie Präsident Barack Obama in diesen Tagen?

Ulf-Jensen Röller: Obama ist ein Gezeichneter, er ist sichtbar gealtert. Ich habe ihn bei einem großen Dinner erlebt, wo er eine sehr witzige Rede gehalten hat über sein physisches Altern. Er ist auch ein Gehetzter; er hat wirklich Angst, nicht wiedergewählt zu werden. Ihm ist bewusst, dass er mehr ist als ein normaler Präsident. Obama ist der erste schwarze Präsident. Würde er abgewählt, wäre das ein historischer Einschnitt für das multikulturelle Amerika.

Wie steht Obama heute politisch da?

Röller: Er befindet sich im Überlebenskampf. Obama ist für viele Amerikaner eine Enttäuschung. Ob zu Recht oder nicht, spielt in der Politik oft leide