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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Bademeister oder Seerose

Die Erd-Charta will den Umweltschutz zum Menschenrecht erklären. In Niedersachsen werden dafür Botschafter ausgebildet

Am Boden ein rotes Tuch. Darauf eine brennende Kerze mit dem Wort »Frieden« in vielen Sprachen und ein Wildblumenstrauß von Margeriten und Ringelblumen. Im Kreis sitzen drei Männer und zehn Frauen: Lehrer, Studenten, Umweltingenieure und Künstler, die Botschafter für die Erde werden wollen. Aus ganz Deutschland sind sie nach Germete in Niedersachsen gereist, um sich zu Erd-Charta-Multiplikatoren ausbilden zu lassen.

Die Erd-Charta ist eine internationale Erklärung grundlegender ethischer Prinzipien. Sie will den Rahmen für den Aufbau einer gerechten, nachhaltigen und friedfertigen Weltgesellschaft im 21. Jahrhundert bieten. 1987 schlugen die Vereinten Nationen erstmals eine solche Charta der Erde vor, in der Umweltschutz und Menschenrechte verbunden werden sollten. In einem zehnjährigen Prozess haben Menschen und Gruppen aus aller Welt über gemeinsame Ziele und Werte diskutiert. Gemeinsam schufen sie die Erd-Charta – eine ethische Vision.

Abstrakte Visionen, konkretes Handeln: Die Kursteilnehmer wollen beides im Alltag verbinden. Auf dem ersten Seminar im Februar dieses Jahres hatten sie sich schon inhaltlich mit der Erd-Charta beschäftigt. Zu Hause sollten sie Workshops entwerfen, um die Erd-Charta anderen Menschen nahezubringen. Ihre Ideen stellen sie nun, am zweiten Seminarwochenende, vor.

Cornelia Mindermann hat ein Rollenspiel zum Thema »Wasser und Umweltschutz« entwickelt. Darin weist sie den Teilnehmern Rollen als Bademeister, Seerose, Chemiker oder Getränkehändler zu, die gemeinsam den Wert des Wassers diskutieren. Raphael Burckhardt zeigt Folien zur Berichterstattung über Umwelt und Menschenrechtsthemen in den M