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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2018
Geld sauber anlegen
Wie es geht. Was es bringt. Worauf man achten muss
Der Inhalt:

Lernt vom Hip-Hop!

vom 21.09.2018

Wenn Kirche die Anliegen der Jugend besser verstehen wolle, sollte sie sich mit Hip-Hop auseinandersetzen. Das rät der Hannoveraner Theologe und Philosoph Jürgen Manemann. Diese Musikrichtung sei unter Jugendlichen so beliebt, weil darin Fragen der Gerechtigkeit, des guten Lebens, aber auch Widersprüche und Probleme authentisch »performed« (inszeniert) würden. Sexistische, gewaltverherrlichende und antisemitische Passagen deutet Manemann als »Blick in den Spiegel der Gesellschaft«. Es gebe darüber eine rege kritische Diskussion innerhalb der Szene. Wenn im Hip-Hop einander »gedissed«, beleidigt und provoziert werde, sei dies ein Spiegel einer um Anerkennung ringenden Gesellschaft. »Der Imperativ des Hip-Hop lautet: Glaube an dich«. Das erscheine vielen als Hedonismus, »aber die Frage ist doch: wer sagt heute noch: Ich glaube an dich?« Offenbar hätten traditionelle Quellen des Selbstwertgefühls und der Anerkennung, etwa Religion und Familie, nicht mehr genügend Überzeugungskraft. Daher sei Hip-Hop eine kritische Philosophie der Gegenwart.

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