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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2022
Der Inhalt:

Leserbrief
Abmahnung aus Rom

vom 09.09.2022
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Zu: »Wie ein Bußgeldbescheid« (15/22, Seite 10)

Es gebe »eine sehr gute evangelische Kirche in Deutschland«, meint Papst Franziskus. Soll ich dies als deutscher Katholik als eine Empfehlung verstehen? Wo doch auch der Kardinal Kasper fordert, wir müssten »das Evangelium in seiner ganzen Radikalität neu entdecken«. Was ja eine Forderung ist, die ebenso schon ein gewisser Martin Luther vor 500 Jahren erhob und die in der Konsequenz dann zu dieser »sehr guten evangelischen Kirche in Deutschland« geführt hat. Habe ich da jetzt eine Satire verfasst oder doch eine bedenkenswerte Alternative entdeckt? Ich bin noch am Überlegen … Wolfgang Böhler, Taunusstein

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 17/2022 vom 09.09.2022, Seite 58
Die überforderte Gesellschaft
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Ihr Kommentar zum Ukas aus Rom zum Synodalen Weg erscheint mir sehr zahm. Meines Erachtens sind die 15 Zeilen ohne Unterschrift eine Verhöhnung der Synodalen und der kritischen deutschen Katholiken. Sie stellen für mich keinen Bußgeldbescheid dar, sondern eher eine Abmahnung nach dem Motto »Wenn ihr da so weitermacht, dann fliegt ihr raus!« Und darüber hinaus eine Art »destruktives Misstrauensvotum« ex cathedra sozusagen! Und das ist ja genau der Punkt: Abertausende verlassen Jahr für Jahr die katholische Kirche in Deutschland. Sie stimmen mit den Füßen ab und brauchen keine Abmahnung aus dem Vatikan. Denjenigen, die mit großem Engagement weiter in der Kirche bleiben (wollen), wird vor den Kopf gestoßen. Rom sagt ja überdeutlich, dass der deutsche Weg nicht gebraucht wird, »weiter so« heißt die vatikanische Formel. Das ist aber keine Lösung für die Zukunft, sondern sie führt schnurstracks in den Abgrund einer reaktionären Sektiererkirche, der ich dann wirklich nicht mehr angehören möchte. Michael Bauer, Mainz

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