Liebe Leserin, lieber Leser,
wie gut, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich nicht beirren lassen. Zu ihnen zählt auch Papst Johannes XXIII., der 1962 das große Reformkonzil seiner Kirche einberief. 3000 Kardinäle, Gäste und Beobachter aus aller Welt debattierten heftig und kontrovers im Vatikan vier Jahre lang jeweils im Herbst über notwendige Veränderungen in der katholischen Kirche. Zu den Zeitzeugen zählt Hans Küng, der damals als junger Konzilstheologe mitmischte. Grund genug für Britta Baas und Hartmut Meesmann, mit ihm ein Gespräch über die »Schlachten« des Zweiten Vatikanischen Konzils und den heutigen Reformstau zu führen. Als Priester und Dozent erlebte auch der Theologe Otto Hermann Pesch das Konzil mit, und bis heute lässt es ihn nicht los. Beide Theologen stehen mit ihrer Sicht der Dinge im Mittelpunkt unseres Dossiers, das nach fünfzig Jahren fragt, was damals geschah, was heute ist und eigentlich sein müsste (Heftmitte).
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Redakteurin im Hauptstadtbüro Berlin
