Kunst als Zeremonie
Wie stark der Einfluss der Erderwärmung auf jede Facette des Lebens ist, untersucht die aktuelle Ausstellung »1,5 Grad. Verflechtungen von Leben, Kosmos, Technik« in der Kunsthalle Mannheim. Ein Beispiel für den Umgang der Kunst mit den Herausforderungen der Klimakrise sind die Werke von Emerson Pontes. Emerson Pontes kommt aus Brasilien, ist transgeschlechtlich und Wissenschaftler*in mit europäischen und indigenen Wurzeln. In den Kunstwerken verwandelt sich Pontes in ein Fabelwesen aus der Natur, um auf das komplexe Ökosystem Regenwald aufmerksam zu machen. Die Kostüme dafür, eine Art Göttin, die manchmal wie ein Waldgeist aussieht, entwirft Pontes selbst. Pontes verwebt in der Figur akademisches mit spirituellem Wissen und Umweltaktivismus mit Genderfragen. Die Kunst versteht Pontes als Zeremonie, die uns wieder mit der Natur in Verbindung bringen will.
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