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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2018
Hitze-Schock
Wie Landwirte und Verbraucher jetzt umsteuern müssen
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle, hat bekanntgegeben, dass der Radiosender die Online-Kommentarfunktion zu redaktionellen Beiträgen abschalten werde. Das Ausmaß an Hass, Hetze, Rassismus und Menschenfeindlichkeit sei zu groß. Die überwiegende Zahl der Nutzerbeiträge habe ein »Niveau erreicht, das mit einem konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun habe«, erklärte Pohl.

Josef Hecken, ehemaliger Gesundheitsminister im Saarland und unparteiischer Vorsitzender des gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, befürchtet, dass der Bluttest auf Trisomie dazu führen wird, dass kaum noch behinderte Kinder geboren werden. Einerseits sei der Bluttest im Vergleich zu den bisher üblichen Fruchtwasseruntersuchungen ein klarer medizinischer Fortschritt. Deshalb sei es sinnvoll, dass er von den Krankenkassen bezahlt werde, zumindest bei sogenannten Risikoschwangerschaften (wenn die werdende Mutter älter als 35 Jahre ist). Auf der anderen Seite erhöhe er den Druck auf Eltern und Ärzte. »Ich sehe die Gefahr, dass es in der Realität einen subtilen gesellschaftlichen Druck zu einem Screening geben wird und dass Eltern behinderter Kinder gefragt werden: Wieso habt ihr den Test nicht gemacht?« Hinzu komme, dass der Bundesgerichtshof ein behindertes Kind als »Schadensfall« für die Eltern definiert habe, sodass Ärzte gegebenenfalls schadensersatzpflichtig werden, wenn sie eine Behinderung übersehen. Aus vielen Schwangerschaftskonflikten wisse man zudem, dass im persönlichen und gesellschaftlichen Umfeld im Falle einer befürchteten Behinderung des Kindes viel Druck auf die Mutter aufgebaut werde. Auc