Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 27.07.2018

Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs und Professor für Jüdische Religionsphilosophie in Potsdam, wirft dem emeritierten Papst Benedikt XVI. vor, die christliche Identität auf Kosten der jüdischen zu formulieren. Grund ist ein Artikel von Benedikt XVI. in der Zeitschrift Communio. Darin – so sieht es Homolka – vertrete Benedikt die Auffassung, dass die Juden zwar Volk Gottes seien, die Wahrheit aber im Christentum liege, weil der Sinai-Bund Gottes mit Israel durch den Christusbund ersetzt worden sei. »Wer die Rolle des Judentums so beschreibt, baut mit am Fundament für neuen Antisemitismus auf christlicher Grundlage«, kritisiert Homolka. Der Schriftleiter der Zeitschrift Communio, Jan-Heiner Tück, verteidigte Benedikt. Zwar bleibe am Ende seines Artikels »etwas undeutlich«, worin für Christen »die bleibende heilsgeschichtliche Stellung des Judentums« bestehe. Doch Benedikt sage klar, »dass das Judentum für Christen eine besondere Stellung habe – schon allein deshalb, weil es Besitzer der Heiligen Schrift ist.«

Malgorzata Gersdorf, oberste Richterin in Polen, wehrt sich gegen ihre Zwangspensionierung durch Staatspräsident Andrzej Duda. Gersdorf hatte zuvor die »politischen Säuberungen« der Regierung kritisiert und beklagt »den fehlenden Respekt für unsere Verfassung«. Polens Regierung hat im Zuge einer Justizreform ein Drittel der höchsten Richter des Landes zwangspensioniert. Neben Gersdorf haben weitere Richter angekündigt, die Zwangspensionierung nicht zu akzeptieren.

Wolfgang Ockenfels, emeritierter Professor für Christliche Soziallehre und Chefredakteur der Zeitschrift Neue Ordnung, wird sich in der AfD-nahen Desiderius Erasmus Stiftung engagieren. »Meiner persönlichen Meinung nach ist es – nach gründlicher Lektüre des AfD-Programms – nicht unchristlich, dieser Partei anzugehören oder sie zu wählen«, verteidigte er seinen Entschluss. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutsch

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen