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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:
Aufgefallen

Der Altenpfleger

von Eva-Maria Lerch vom 27.07.2018
Ferdi Cebi liebt seinen Beruf und rappt mit den Bewohnern. Jüngst holte er die Kanzlerin ins Pflegeheim und forderte bessere Arbeitsbedingungen

Ferdi Cebi ist ziemlich genau das, was man heute einen »coolen Typen« nennt. Mit seinem schmalen, kahl geschorenen Kopf, dem Dreitagebart und der schlaksigen Figur nimmt man ihm auf Anhieb ab, dass er Rapper ist und youtube-Videos produziert. Für einen leidenschaftlichen Altenpfleger hätte man ihn wohl erst mal nicht gehalten.

Aber genau das ist Ferdi Cebi. Der 36-Jährige arbeitet seit 15 Jahren im Paderborner St. Johannisstift. »Viele denken ja, dass wir nur den Hintern abwischen«, sagt er, »aber wir sind auch Hausmeister, Friseure, Manager und Seelsorger.« Und man könne viel von den Bewohnern lernen. Einmal hat er Liebeskummer gehabt und den Bewohnern sein Leid geklagt. »Warte mal drei Tage, dann wird sich deine Freundin von selbst bei dir melden«, habe eine Bewohnerin gesagt. Und genau so sei es gekommen.

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