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Belastete Beziehung

Forschung und Lehre sollen unabhängig sein. Doch der Einfluss der Wirtschaft auf die Hochschulen wächst
von Tonio Postel vom 23.07.2010
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Das Geschrei war groß, als die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt Anfang 2008 in eine Stiftungsuniversität umgewandelt wurde. Seither setzt die Hochschule verstärkt auf private Geldgeber, um den Studierenden ein attraktives Studium zu bescheren. »Stiftungs(gast)professuren und -dozenturen tragen dazu bei, an der Universität vorhandene Fachgebiete wissenschaftlich zu ergänzen«, heißt es dazu auf der Uni-Homepage. Dass privatwirtschaftliche Interessen dahinterstecken, steht dort nicht. Dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war dies aber nicht entgangen. Die Freiheit von Forschung und Lehre sei in Gefahr, wenn Unternehmen und Privatpersonen mit viel Geld Einfluss auf den Unibetrieb nehmen, polterten sie. Denn wer etwas gibt, erwarte für gewöhnlich auch eine Gegenleistung.

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