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»Die Leute sind so gerührt«

Zum ersten Mal Applaus: Seit Wiebke im Berliner Straßenchor mitsingt, hat sich das Leben der 22-Jährigen verändert
von Monika Herrmann vom 23.07.2010
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Ja, ich war auch mal obdachlos, jetzt lebe ich von Hartz IV und habe endlich eine eigene kleine Wohnung. Jeden Dienstag gehe ich zur Chorprobe in den Gemeindesaal der Apostelkirche in Schöneberg. Ein fester Termin, und das seit über acht Monaten! Einfach super ist das. Auch weil ich durch den Chor viele interessante Menschen kennengelernt habe. Immer wieder ergeben sich neue Situationen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Im Straßenchor singen ja Menschen, die es meistens gar nicht gewöhnt sind, regelmäßig einen festen Termin zu haben. Viele sind obdachlos und schon lange ohne Arbeit. Sie kommen zu spät oder gar nicht, und dann gibt es Streit. Aber wir reden darüber.

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