Selbstverpflichtung der Finanzindustrie
Ist es ein PR-Gag oder Ausdruck eines geänderten Umweltbewusstseins? Es sieht durchaus nach einem Schritt in die richtige Richtung aus: 16 Akteure des deutschen Finanzsektors haben eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Demnach soll die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzt und das 1,5-Grad-Ziel angestrebt werden. Die Unterzeichner haben insgesamt Aktiva von mehr als 5,5 Billionen Euro und mehr als 46 Millionen Kundenverbindungen in Deutschland. Sie vereinbarten, die mit den Kredit- und Investmentportfolios verbundenen Emissionen zu messen und zu veröffentlichen mit dem Ziel, sie zu reduzieren. Damit will der Finanzsektor einen Klimaschutzbeitrag leisten und eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützen. Die Unterzeichner wollen sich gegenseitig dabei unterstützen, die notwendigen Emissionsdaten zu erheben. Zudem wollen sie Ansätze zur Steuerung des Bankgeschäfts im Einklang mit den Zielen entwickeln. Der Impuls für diese Selbstverpflichtung erfolgte aus einer von der Triodos Bank initiierten Gruppe von Finanzinstituten und zeitgleich über eine Banken-Arbeitsgruppe des WWF.
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