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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2011
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Jesus und die wilden Kräuter

von Eva-Maria Lerch vom 22.06.2011
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In einem Kino habe ich noch nie gesprochen,« sagt Richard Rohr und schaut vergnügt in sein Publikum. »Aber dies ist ein idealer Ort. Da kann der Vorhang aufgehen für eine neue Sicht.«

Die neue Sicht, die der amerikanische Franziskaner eröffnet, ist auf die Erfahrung einer großen Einheit gerichtet. Rohr verabschiedet sich von allen religiösen Auffassungen, die an Glaubenswahrheiten, Moral und feste Rituale geknüpft sind. »In dieser unglaublichen Zeit« gehe es vielmehr darum, die Trennung von Gut und Böse, Richtig und Falsch, Gott und Mensch zu überwinden. Wie die großen Mystiker könnten auch Christen heute die Erfahrung machen, dass alles in der göttlichen Liebe aufgehoben ist. »Non-dualistisches Denken« nennt Rohr diese neue Sicht.

Aber klingt das nicht eher buddhistisc

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