Moschee-Neubau abgelehnt
Der Gemeinderat von Heilbronn hat den seit sieben Jahren geplanten Neubau einer Moschee mit den Stimmen von CDU, FDP und Freien Wählern abgelehnt. Das Projekt scheiterte offiziell an der Sorge, es könne wegen hoher Besucherzahlen und fehlender Stellplätze zu Lärmbelästigung und Verkehrsproblemen kommen. Dahinter stehen aber wohl vor allem politische Bedenken wegen der Nähe des Moscheeverbandes Ditib zur türkischen Regierung. Ditib-Moscheen seien aus der Türkei gesteuert, verbreiteten eine abgrenzende Form des Islam und verhinderten die Integration, so der Vorwurf. »Wir sind auch nicht mit allem einverstanden, wofür Ditib im Moment inhaltlich steht«, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Susanne Bay. »Aber man kann doch nicht inhaltliche Themen über die Versagung einer Baugenehmigung abarbeiten.«
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