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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2023
Der Inhalt:

Das Abschalten feiern

vom 28.04.2023
(Foto: PA/DPA/Stefan Puchner)
(Foto: PA/DPA/Stefan Puchner)

Für alle Atomkraftgegner ging am 15. April ein teils jahrzehntelanger Kampf zu Ende. Hunderte Menschen feierten das Abschalten der letzten drei am Netz befindlichen deutschen Atomkraftwerke. Als einen »einzigartigen historischen Erfolg« bezeichnete Armin Simon von der Initiative ausgestrahlt den Ausstieg aus der Atomkraft. Hunderttausende hätten dafür mit Demonstrationen, Protestaktionen, Diskussionen und mit einem unvorstellbar langen Atem in den vergangenen fünf Jahrzehnten ihren Beitrag geleistet. An den AKW-Standorten in Lingen, Neckarwestheim und München gab es Abschaltfeste und Proteste: Atomkraftgegner feierten den 15. April als »goldenen Tag für Deutschland«, wiesen aber auch auf die nach wie vor ungelöste Frage der sicheren Lagerung radioaktiver Abfälle hin. Zudem forderten sie, auch die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen zu schließen. Beide sind vom Atomausstieg ausgenommen. Genau deshalb brauche es die Anti-AKW-Bewegung weiterhin, sagte Wolfgang Ehmke dem Onlinemagazin Klimareporter. Ehmke war viele Jahre lang Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Er engagiert sich seit 1977 in der Anti-Atom-Bewegung. Auch an den 16 atomaren Zwischenlagerstandorten braucht es laut Ehmke Anti-Atomkraft-Gruppen, die sich als Wächter und Korrektiv verstünden und Öffentlichkeit herstellten.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 08/2023 vom 28.04.2023, Seite 59
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