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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2014
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

ABC der Spiritualität
J wie Jesusgebet

von Markus Dobstadt vom 25.04.2014
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Das Jesusgebet oder Herzensgebet verlangt das, was in der modernen Welt schwierig geworden ist: Ruhe, das Loslassen von Gedanken und Wünschen, ein Ankommen in der Gegenwart. Das Gebet ist die permanente Wiederholung einer Anrufung Gottes. Entstanden ist es bereits in der Frühzeit des Christentums. Ab dem sechsten Jahrhundert setzte sich die Formel »Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner!« durch. Dieser Anruf – oder auch nur der Name Jesus – wird laut oder im Stillen beständig wiederholt. Vor allem in der Ostkirche wurde es populär, in Russland erlebt es im 19. Jahrhundert eine Blüte.

Im Westen wird das Jesusgebet bekannt durch ein Buch mit dem Titel »Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers«, das 1925 erstmals auf Deutsch erscheint. Darin heißt es: »

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