Der Fahrplan zur Sonne
Am 13. April 2010 wurde eine bemerkenswerte Studie der Europäischen Klimastiftung ECF unter dem Stichwort »Roadmap 2050« vorgestellt. Die Studie stützt sich auf Analysen von fünf erfahrenen Institutionen, die alles andere als für »grüne Spinnereien« bekannt sind: das Imperial College London, Kema, McKinsey & Co., Oxford Economics und das Office of Metropolitan Architecture. Darin geht es um den Vergleich realistischer Wege zu einer klimaneutralen europäischen Energieversorgung bis zum Jahre 2050. An der Studie arbeiteten Vertreter großer deutscher und europäischer Stromversorger (RWE, Vattenfall, E.on), führender Netzbetreiber (Tennet, Energienet/DK, Entso-e), Hersteller von Kraftwerkstechnik (Siemens, Vestas) und Umweltorganisationen (WWF, Germanwatch, E3G) mit. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien für ganz Europa machbar ist. Zudem wird glasklar nachgewiesen, dass das weder teurer noch weniger verlässlich ist als das heutige System. Dabei wird nicht auf künftig mögliche neue technische Errungenschaften spekuliert, die Studie setzt nur auf bereits vorhandene Technologien. Sie bezieht lediglich 15 Prozent Solarstrom aus Kraftwerken in Nordafrika und eine stärkere Nutzung der Erdwärme in die Kalkulation ein.
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Sebastian Pflugbeilhat als Vertreter der DDR-Opposition 1989/90 in der Regierung Hans Modrow als Umweltminister den Weg für die Abschaltung sämtlicher Kernkraftwerke auf dem Gebiet der DDR geebnet. Und dies obwohl Energiekonzerne aus den alten Bundesländern bereits ihr Interesse an deren Weiterbetreibung bekundet hatten. Seit Langem ist der promovierte Physiker Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz.
