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Die Känguru-Rebellion
Das kommunistische Känguru analysiert wieder die Weltlage

Marc-Uwe Kling muss man hören: Der fünfte Band über das kommunistische Känguru ist als Hörbuch erschienen und macht – trotz der Weltlage – gute Laune.
von Anne Strotmann vom 25.03.2026
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Foto: istockphoto/clu
Foto: istockphoto/clu

Hörbuch. Als Marc-Uwe Kling vor fast 18 Jahren begann, für einen Radiopodcast Geschichten über ein kommunistisches Känguru zu erzählen, ahnte niemand, dass daraus eines der erfolgreichsten Satireprojekte im deutschsprachigen Raum werden würde. »Die Känguru-Rebellion« ist nun der fünfte Band. Das Prinzip bleibt: Der Erzähler Marc-Uwe Kling lebt mit einem vorlauten, kommunistischen Känguru zusammen, das Schnapspralinen liebt, den Kapitalismus kritisiert und jede Alltagssituation in eine politische Grundsatzdebatte verwandelt.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 6/2026 vom 27.03.2026, Seite 55
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Nun wird also rebelliert, »gegen die Zustände«. Denn schuld an der »Weltlage«, so die Einschätzung des Kängurus, ist »zu 4/5 Kapitalismus, zu 1/5 Imperialismus«. Also, los, auf die Straße! »Vor dem Frühstück?«, fragt Marc-Uwe.

Diese Reihe ist Kult. Vor allem Millennials haben etliche Känguru-Zitate in ihren Sprachgebrauch aufgenommen: »Meins, deins – das sind doch bürgerliche Kategorien.« Oder: »Optimismus ist nur ein Mangel an Information.«

Wer in die Känguru-Welt eintauchen will, sollte die Hörbücher hören. Kling liest selbst und gibt dem Känguru seine unverwechselbare Stimme. Timing und Betonung machen viele Pointen erst lustig. Wer Wortspiele und Kalauer hasst, dürfte schnell ermüden. Große Literatur ist das nicht, aber unterhaltsam. Auch wenn dieser Band im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig schwächelt: Die anarchische Leichtigkeit der prägnant formulierten politischen Analysen macht ein bisschen bessere Laune – trotz der Weltlage.

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