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Die alten Feindbilder

Die Friedenskonferenz sucht nach Alternativen – ist aber gefangen im eigenen Blockdenken
von Claudia Mende vom 08.03.2019
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Die Welt befindet sich im Umbruch. In Europa sind die alten Geister des Nationalismus zurückgekehrt. Ein neues Wettrüsten droht. Welche Antworten findet die Friedensbewegung auf diese gefährliche Situation? Wenn man das Programm der parallel zur offiziellen Sicherheitskonferenz stattfindenden Internationalen Friedenskonferenz in München zum Maßstab nimmt, lautet das Urteil: Sie ist erstarrt und in alten Feindbildern gefangen. Seit 17 Jahren wird diese Friedenskonferenz von einem Bündnis von Münchner Friedensgruppen organisiert. Ihr selbstgestecktes Ziel: Sie will Alternativen zum vorherrschenden militärischen Sicherheitsdenken präsentieren. Und das wäre angesichts des drohenden Wettrüstens genauso notwendig wie eine Bürgerbewegung für den Frieden, für zivile Konfliktlösungen, gegen Rüstungsexporte und die neue Selbstverständlichkeit des Militärischen. Doch ein solcher Aufbruch ist bei den Münchner Friedensgruppen nicht erkennbar. Sie sind noch nicht in der multipolaren Welt angekommen, in der der Westen seine Dominanz zunehmend verliert.

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