Vollschleier-Verbot in der Universität Kiel
Die Christian-Albrechts-Universität in Kiel hat ein Vollschleier-Verbot erlassen. Das Präsidium habe sich Anfang Februar dazu entschieden, da eine muslimische Studentin mit dem Gesichts-verhüllenden Vollschleier Niqab zu einem Tutorium in Botanik erschienen war, sagte Uni-Sprecher Boris Pawlowski. In der neuen Richtlinie erklärt das Präsidium, Kommunikation beruhe nicht nur auf dem gesprochenen Wort, sondern auch auf Mimik und Gestik. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßte den Beschluss und kündigte eine Gesetzesinitiative gegen das Tragen von Gesichtsschleiern in Schulen an. In einer vom Bildungsministerium herausgegebenen Broschüre werden Formen der vollständigen Gesichtsverschleierung in der Schule als »nicht angemessen und unzulässig« erklärt. Ein Kopftuchverbot ist damit nicht verbunden und soll es auch künftig nicht sein. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Lasse Petersdotter kritisierte den Uni-Beschluss als Fehler: »Eine freiheitlich demokratische Gesellschaft darf Menschen nicht aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen und Ausdrucksweise von staatlichen Bildungseinrichtungen ausschließen.«
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