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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Der Inhalt:

Friedensengel und Kriegsdämon

Bei seiner Visite im Vatikan ignoriert der türkische Präsident die Kritik des Papstes
von Ulrich von Schwerin vom 23.02.2018
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Einen Friedensengel, der den Dämon des Krieges erwürgt, hat Papst Franziskus dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschenkt, als er ihn Anfang Februar im Vatikan empfing. Der türkische Staatschef nahm das Geschenk mit ungerührtem Gesicht entgegen, obwohl die Symbolik klar war vor dem Hintergrund der türkischen Offensive in Afrin. Sollte sich Erdogan über das Geschenk des Papstes geärgert haben, ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken. Erdogan schätzt Kritik am Militäreinsatz gegen die syrischen Kurden überhaupt nicht, schon bei verhaltenen Widerworten schäumt er vor Wut. Auch was der Argentinier ihm während der gut fünfzigminütigen Audienz zu Afrin sagte, behielt er für sich. Erdogan ging es bei dem Besuch vor allem darum, mit dem Papst gemeinsam Front gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zu

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