Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2017
Der Inhalt:
Artikel vorlesen lassen

Verboten und zu lang vergessen

von Benjamin Künzel vom 10.02.2017
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
PFplus

Jetzt direkt weiterlesen:

Digital-Zugang
  • diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
  • 4 Wochen für nur 1,00 €
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo

Operette. Mit dieser Aufnahme ist eine Sensation gelungen: die Wiederentdeckung des jüdischen Komponisten Joseph Beer. Er ist 1908 in Lemberg geboren, seine Familie wurde in Auschwitz ermordet, er selbst hat im Untergrund überlebt und ist erst 1987 in Nizza gestorben. Seine Karriere startet fulminant: Als er mit gerade 26 Jahren sein Erstlingswerk »Der Prinz von Schiras« präsentiert, steht er mit einem Mal auf Augenhöhe mit den Großen seiner Zeit wie Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Paul Abraham. Musikalisch setzt er die Traditionen der österreich-ungarischen Operette fort, mischt Folklore mit Wiener Walzern und Jazz-Anklängen. Sein größter – und letzter – Erfolg wird die »Polnische Hochzeit«: Nach der Uraufführung 1936 in Zürich wird das Stück in acht Sprachen übersetzt und in den folgenden Jahren an vierzig europäischen Bühnen gespielt. Doch zu einer Produktion in Paris kommt es nicht mehr: Joseph Beer flieht vor den Nationalsozialisten, taucht erst in Paris unter, dann in Nizza und Venedig. Seine Musik wird verboten, und nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist Beer ein gebrochener Mann. Er komponiert zeitlebens weiter, veröffentlicht aber nichts mehr. Aufführungen seiner »Polnischen Hochzeit« untersagt er. Im November 2015 fand im Münchner Prinzregententheater eine konzertante Wiederaufführung unter der Leitung von Ulf Schirmer statt. Der Mitschnitt dieser Produktion liegt nun auf zwei CDs vor. Und man kann nur staunend dieser viel zu lange ungehörten Musik lauschen, den satten Streicherklängen und schmissigen Rhythmen. Süffige Tenorschlager stehen neben mitreißenden Tanzklängen. Und wenn am Ende das Finale zelebriert wird, ist die große Oper nicht mehr fern.

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00