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Camilos Erbe

Vor fünfzig Jahren wurde der ehemalige Priester und Untergrundkämpfer Camilo Torres erschossen. Jetzt lässt Kolumbiens Präsident nach seiner Urne suchen. Kann Torres postum zur Versöhnung des Landes beitragen?
von Norbert Mette vom 12.02.2016
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Camilo ist ein Symbol der Versöhnung für diese Zeiten des Friedens in Kolumbien.« So äußerte sich jüngst der Erzbischof von Cali (Kolumbien), Darío de Jesús Monsalve, in einer ökumenischen Gedenkfeier für Camilo Torres Restrepo. In der Tat könnte das spirituelle, wissenschaftliche und politische Erbe des ehemaligen Priesters, der, als er keine andere Möglichkeit mehr sah, in den bewaffneten Untergrund gegangen war, hilfreich sein für die laufenden Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den Revolutionären Bewaffneten Streitkräften (FARC). Wegweisend ist sein Vermächtnis für den anstehenden Neuaufbau der Gesellschaft. Denn Torres ging es darum, das Volk in Gerechtigkeit zu einen. »Amor eficaz«: wirksame Liebe zu und mit den Armen zu üben – das sah er als seine Berufung an.

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