Winterstorch

Immer häufiger bleiben Weißstörche einfach hier, statt wie früher selbstverständlich nach Afrika aufzubrechen. Ihre Welt hat sich verändert. Die Klimaerwärmung sorgt dafür, dass die Winter in Deutschland milder sind und Wiesen, Felder und Bäche länger offen bleiben. Damit gibt es auch im Januar noch Mäuse, Würmer, kleine Fische und sogar Abfälle auf Deponien zu picken. Denn für den großen Vogel ist nicht die Kälte das Problem, sondern der leere Magen; findet er genug Futter, spart er sich den kräftezehrenden Flug und ist im Frühling früher zurück am Nest – ein klarer Vorteil im umkämpften Storchen-Immobilienmarkt. Dass wir heute in fast allen Bundesländern Störche in Schnee oder Frost beobachten können, zeigt eindrucksvoll, wie anpassungsfähig die Natur ist – und erinnert uns daran, wie sehr der Klimawandel längst vor unserer eigenen Haustür angekommen ist.




