Altersvorsorge
»Die Rente ist noch zu retten«

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Publik-Forum: Frau Karger-Kroll, warum interessieren Sie sich als Sozialethikerin für das Thema Rente?
Anna Karger-Kroll: Ich setze mich mit dem Thema Generationengerechtigkeit auseinander. Da bin ich schnell beim Thema Rente – und bei der Frage, wie das System gerecht gestaltet werden kann, generationengerecht, gerecht in der Behandlung von Familien und Ähnlichem.
Woran machen Sie Gerechtigkeit fest?
Karger-Kroll: Gerechtigkeit ist kein statischer, sondern ein dynamischer Begriff. Da sich die Gesellschaft stets verändert, stellt sich die Frage nach Gerechtigkeit also auch immer wieder neu. Ist zum Beispiel eine Hinterbliebenenrente gerecht, die sich ausschließlich an der Ehe orient
Anna Karger-Kroll ist christliche Sozialethikerin und hat zu Ungleichheit und Gerechtigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung promoviert. Sie lehrt und forscht an der Universität Siegen.
Interview: Ulrike Scheffer und Barbara Tambour




Wolfgang Heckl 19.12.2025:
Anna Karger-Kroll ist in allem zuzustimmen, ich möchte aber zwei Aspekte ergänzen, die in dem Gespräch und in der öffentlichen Debatte bisher kaum adressiert werden: Das Umlageverfahren hängt ganz wesentlich davon ab, dass jede Frau (mit dem dazugehörigen Mann) zwei Kinder in die Welt setzt, der sogenannte Generationenvertrag. Dass die Beitragszahler immer weniger werden, ist nicht nur ein bedauerlicher, statistischer Zusammenhang, sondern der Tatsache geschuldet, dass zu viele Erwachsene keine oder nur noch ein Kind haben und damit den Generationenvertrag nicht mehr erfüllen. Und trotzdem erhalten sie die volle Rente! Das erscheint mir ungerecht und müsste entsprechend berücksichtigt werden. Fortlaufend die Beiträge erhöhen und die Leistungen senken, wenn auch in homöopathischer Dosierung, ist definitiv keine Lösung mehr.