Zur mobilen Webseite zurückkehren

Veronika Grimm

Die Wirtschaftsweise schlägt ein Tempolimit vor – um deutlich zu machen, wie ernst die Lage ist.
vom 09.04.2026
Artikel vorlesen lassen
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm findet: Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energie-Nachfrage sinkt. (Foto: picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm findet: Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energie-Nachfrage sinkt. (Foto: picture alliance / Ipon / Stefan Boness)

Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, stellt sich gegen populäre Entlastungsforderungen in der Energiekrise. Stattdessen schlägt sie ein Tempolimit vor. Es wäre »kein Schaden«, sondern ein notwendiges Signal, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, argumentiert die Wirtschaftsweise in der Rheinischen Post. »Viele Länder des globalen Südens haben schon einschneidende Maßnahmen umgesetzt wie Homeoffice-Pflicht und Einschränkung der Fahrzeugnutzung. Je mehr wir verbrauchen, desto schlimmer trifft es letztlich diese Länder.«

Von anderen in Deutschland diskutierten Maßnahmen hält sie nicht viel: »Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energie-Nachfrage sinkt. Tankrabatte und Preisdeckel verzerren die Preise, sie sind der falsche Weg. Auch von der Übergewinnsteuer halte ich nichts.« Zur Regelung, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag ihre Preise erhöhen dürfen, sagte sie: »Das Ganze ist wohl politisch: Die Menschen erwarten, dass man etwas tut – also tut man etwas.«

Hintergrund der Energiekrise sind die zuletzt deutlich gestiegenen Ölpreise im Zuge des Iran-Kriegs. Die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts und Störungen wichtiger Transportwege – etwa in der Straße von Hormus – trieb die Preise und verteuerte auch Diesel und Benzin in Europa. Vor allem schnelles Fahren verbraucht viel Sprit. Deutschland ist das einzige Land in Europa ohne Tempolimit. Auch überall anders in der Welt gibt es entweder Tempolimits oder die Straßen eignen sich erst gar nicht, um so schnell zu fahren, wie es in Deutschland möglich ist.

4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0