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Mohammad Hossein Mokhtari

Irans Vatikan-Botschafter Mohammad Hossein Mokhtari meint, dass es auch den klaren Worten des Papstes zu verdanken sei, dass Donald Trump mit seinen Vernichtungsdrohungen zurückruderte.
vom 10.04.2026
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Mohammad Hossein Mokhtari dankt dem Papst für seine deutliche Kritik an den Drohungen des US-Präsidenten. (Foto: picture alliance / ipa-agency)
Mohammad Hossein Mokhtari dankt dem Papst für seine deutliche Kritik an den Drohungen des US-Präsidenten. (Foto: picture alliance / ipa-agency)

Mohammad Hossein Mokhtari, Irans Botschafter beim Vatikan, dankt Papst Leo XIV. für seine deutliche Kritik an US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte dem Iran mit der Vernichtung seiner ganzen Zivilisation gedroht. Der Papst habe mit seinen Worten dazu beigetragen, »die Bedrohung durch einen langwierigen Krieg und die Zerstörung einer als Weltkulturerbe anerkannten Zivilisation abzuwenden«, sagte Mokhtari dem italienischen Nachrichtenportal Agi.it. Er danke im Namen der iranischen Bevölkerung, die unter der »israelisch-amerikanischen Aggression« leide. Diese zerstöre nicht nur lebenswichtige Infrastruktur, sondern auch heilige Stätten mit jahrtausendealter Tradition. Die Menschen lebten weiterhin in Angst und unter ständiger Bedrohung, so der Diplomat.

Nach allgemeinen Friedensappellen zu Ostern richtet der erste Papst aus den USA klare Worte an seinen Landsmann. »Wie wir alle wissen, hat es heute auch diese Drohung gegen das ganze iranische Volk gegeben, und das ist wirklich nicht akzeptabel«, erklärte Leo XIV. am Dienstagabend in Castel Gandolfo vor Journalisten. Dies verstoße gegen das Völkerrecht und zeige Hass und den Willen zur Zerstörung. Der Papst erinnerte insbesondere an das drohende Leid der Zivilbevölkerung. Wenige Stunden später hat der US-Präsident einem zweiwöchigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen in letzter Minute zugestimmt.

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Robert Carré 10.04.2026, 08:56 Uhr:
das ist bezeichnend für das Verhältnis der Kirche (oder vielleicht auch nur des Papstes persönlich) zu den Ereignissen in und um Iran (und der gesamten Region im Umfeld des Iran): sehr! richtig! und zu Recht die Adresse an den Präsidenten Trump.......aber leider kein Mut und kein Wort zu Iran (in seiner gegenwärtigen "klerikalen" wie gesellschaftlichen Verfassung ) und im Hinblick auf die dort seit Dekaden postulierten "Ambitionen" gegenüber - nicht nur - Israel, sondern der restlichen "ungläubigen" Weltgemeinschaft ....auch im eigenen Land. So (?) steht man auf der Seite des Friedens und der Gerechtigkeit.....und pflegt - recht "einäugig - die "Aura" und den Anspruch christlicher Friedfertigkeit.....die Opfer der im und durch Iran "kultivierten" "Spiritualität" finden beim christlichen Papst (leider!) keine Erwähnung.

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