Susanne Schenk

Susanne Schenk, Theologin und Ökumene-Referentin der Evangelischen Landeskirche Württemberg, ist neue Generalsekretärin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Sie wurde diesen Montag in Wien, am Sitz der »GEKE«, in ihr Amt eingeführt. Als ökumenischer Verbund ist die GEKE aus der »Leuenberger Kirchengemeinschaft« hervorgegangen, welche seit 1973 mit ihrer »Konkordie« die jahrhundertelange Spaltung zwischen lutherischen und reformierten Kirchen beenden und vor allem Abendmahlsgemeinschaft herstellen wollte. In der GEKE sind heute 96 lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen mit 40 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen – eher lose und auf ihre je eigenen Prägungen bedacht. Nicht von ungefähr hieß es bei Schenks feierlich-gottesdienstlicher Amtseinführung in ökumenisch sonst eher mageren Zeiten, unterschiedliche Zugänge zu Christus seien keine Gegensätze, sondern Ausdruck gelebter Einheit: »Alle suchen Christus mit Ernst – und alle auf ihre Weise.«
Schenk und ihr Vorgänger, Mario Fischer, predigten zu zweit – entlang der Emmaus-Geschichte – , die Verantwortung, zu der Christen gerufen seien, sei eher »Weggemeinschaft statt Herrschaftsanspruch«. An Emmaus zeige sich: »Aus Verwirrung wird Verstehen.«
Geleitet wird die GEKE derzeit von Rita Famos (Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz) und Bischof Marko Tiitus (Estnische Kirche). Schenks Vorgänger bei der GEKE, Mario Fischer, wechselt zum Mai ans Konfessionskundliche Institut im hessischen Bensheim und leitet dort die für Katholisches zuständige Abteilung.




Personen und Konflikte