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Pete Hegseth

Kriegsverbrechen und ein falsches Bibelzitat: US-Kriegsminister Pete Hegseth steht zunehmend unter Druck.
vom 18.04.2026
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Nicht bibelfest: US-Kriegsminister Pete Hegseth. (Foto: pa/Bonnie Cash/UPI Photo via Newscom)
Nicht bibelfest: US-Kriegsminister Pete Hegseth. (Foto: pa/Bonnie Cash/UPI Photo via Newscom)

Trotz geringer Erfolgsaussichten haben die Demokraten im US-Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Kriegsminister Pete Hegseth eingeleitet. Hegseth habe »seinen Eid gebrochen, US-Soldaten gefährdet und Kriegsverbrechen begangen«, erklärte die Abgeordnete Yassamin Ansari auf der Plattform X.

Der Antrag umfasst sechs konkrete Vorwürfe, darunter einen Angriff auf eine Mädchenschule in Iran Ende Februar, bei dem nach iranischen Angaben 170 Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen Schülerinnen. Laut New York Times deutet eine erste Untersuchung darauf hin, dass eine fehlgeleitete US-Rakete eingeschlagen war.

Für zusätzliche Irritation sorgte jüngst ein Auftritt Hegseths im Pentagon: Bei einem Gottesdienst zitierte er einen vermeintlichen Bibelvers, der sich als Passage aus dem Film »Pulp Fiction« herausstellte. Bei der Passage, lose angelehnt an das Buch Hesekiel, handelt es sich um den Monolog, den US-Schauspieler Samuel L. Jackson in der Rolle eines Auftragskiller seinen Opfern vorträgt, bevor er sie erschießt.

Hegseth, der evangelikaler Christ ist und sich regelmäßig auf seinen Glauben beruft, erklärte, das Gebet stamme von einer Einheit, die Anfang April einen abgeschossenen US-Kampfpiloten aus Iran gerettet hätten. Ein Pentagon-Sprecher verteidigte den Auftritt als »inspiriert« und betonte, die Passage sei von vorneherein nur als Anlehnung an die Bibel gedacht gewesen.

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