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Ferda Ataman

Innenminister Dobrindt redet die Ergebnisse einer Rassismus-Studie klein, so die Antidiskriminierungs- Beauftragte des Bundes.
vom 24.02.2026
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Ferda Ataman (Foto: pa/ Ipon)
Ferda Ataman (Foto: pa/ Ipon)

Ferda Ataman, Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, kritisiert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: Der kehre eine von seinem Ministerium geförderte umfangreiche Studie über Rassismus und Diskriminierung in deutschen Behörden »einfach unter den Tisch«. So lägen die Ergebnisse des 2021 gestarteten Forschungsprojekts seit Ende 2024 vor, seien aber erst jetzt erst durch das Bundesinnenministerium freigegeben.

»Diese Studie spricht eigentlich für die Bereitschaft zur Selbstreflexion und Transparenz, dann muss die Bundesregierung aber auch dazu stehen“«, kritisierte Ataman den Umgang des Bundesinnenministeriums mit der Studie. Das Haus hatte sich bislang nur auf Nachfrage zu der Studie geäußert und erklärt »dass die weit überwiegende Mehrheit der Beschäftigten in seinem Geschäftsbereich ihre Aufgaben mit hoher Professionalität und vorbildlichem Engagement« erfülle und Diskriminierung »die absolute Ausnahme« bleibe.

Dem widersprach Der Leiter des Forschungsprojekts, der Leipziger Soziologe Gert Pickel. Die Studie »Institutionen und Rassismus« habe ergeben, dass Rassismus in Behörden mindestens so verbreitet sei wie in der Gesamtbevölkerung. Zuwanderergruppen, insbesondere Sinti und Roma, schwarze Menschen sowie Muslime seien mit Diskriminierungen konfrontiert, die sich auch bei Behördenentscheidungen negativ für sie auswirkten, obwohl öffentliche Stellen alle Klienten gleich behandeln müssen. Pickel sagte, deutsche Behörden seien zwar »nicht von Rassismus durchsetzt«. »Aber es gibt keine Behörde, in der wir keinen Rassismus gefunden haben.«

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