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Eva Welskop-Deffaa

Die Caritas-Präsidentin sieht Schwangere durch womöglich irreführende Bluttests bedrängt. Fachverbände fordern klare Rahmenbedingungen.
vom 21.03.2026
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Eva Welskop-Deffaa (Foto: picture alliance/epd-bild/Christian Ditsch)
Eva Welskop-Deffaa (Foto: picture alliance/epd-bild/Christian Ditsch)

Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, sieht bei vorgeburtlichen Bluttests ein »Warnsignal« aufleuchten. Die nicht-invasiven Untersuchungen, mit denen ab der zehnten Schwangerschaftswoche die Wahrscheinlichkeit für genetische Erkrankungen des Kindes und das Risiko einer Behinderung erhoben werden sollen, führten besonders bei jungen Frauen häufig zu falsch-positiven Befunden und damit zu »Ängsten und Verunsicherung«. Gleichzeitig eröffneten sie keine therapeutischen Maßnahmen für das Kind. Damit seien diese Tests »keine Hilfe für die Eltern«, sondern erzeugten einen »fatalen Entscheidungsdruck«, schreibt die Caritas-Präsidentin zusammen mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie.

Die Verbände verlangen deshalb vom Deutschen Bundestag ein »wissenschaftliches Monitoring, um zu verhindern, dass Eltern sich zur Beendigung einer Schwangerschaft gedrängt sehen, weil der Test eine Behinderung des Kindes wahrscheinlich erscheinen lässt.« Solche Abbrüche hätten in den letzten Jahren zugenommen.

Das Monitoring soll demnach auch untersuchen, »wie sich die Nutzung des Tests in verschiedenen Altersgruppen entwickelt und welche Auswirkungen dies auf Entscheidungsprozesse von Schwangeren und Paaren hat«. Ziel sei eine »evidenzbasierte Grundlage für politische Entscheidungen sowie eine medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung, die allen Familien gerecht wird und die Teilhabe-Chancen von Kindern mit Behinderungen stärkt«.

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