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Charlotte Knobloch

Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ist ein Votum gegen die Demokratie, sagt die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden.
vom 07.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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(Foto: picture alliance/dpa)
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Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Holocaust-Überlebende, wertet das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als Votum gegen die Demokratie in Deutschland.

Der Zeitung »Kirche und Leben« sagte Knobloch noch am Wahlabend: .»Ein erschreckend großer Teil der Wähler in Sachsen-Anhalt hat heute klar gezeigt, in was für einem Land sie leben wollen. Dieses Land hat kaum etwas mit der Bundesrepublik gemein.« Dass Rechtsextreme in Deutschland in dieser Art wieder Wahlen gewinnen könnten, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können, so die 93 Jahre alte Holocaust-Überlebende, die noch immer Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist.

Wer die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD in Sachsen-Anhalt gewählt habe, lehne die Grundlage von Demokratie, Sicherheit und Wohlstand ab - und weise auch die Prinzipien zurück, die es Juden ermöglicht hätten, in Deutschland wieder ein Zuhause zu finden.

Ähnlich äußerte sich der aktuelle Zentralratspräsident, Josef Schuster. Er sei »entsetzt«, dass die AfD die Wahl in dem ostdeutschen Bundesland gewonnen habe, obwohl die Ziele der Partei klar ersichtlich gewesen seien, sagte Schuster dem Evangelischen Pressedienst (epd). »Wer sie heute gewählt hat, trotz oder wegen dieser Ziele, trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis«, sagte Schuster.

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