Der barmherzige Bäcker von Bethlehem
Wie immer ist Ibrahim Metta um Mitternacht in die Backstube im »Haus des Brotes« gekommen, hat sich einen Kittel übergezogen und mit seinem Bäckerhandwerk begonnen. Hat alle Zutaten in Aluminiumschüsseln geschüttet, einen Meter Durchmesser. Flink und mit der Routine vieler Jahrzehnte. Mehl, Hefe, Wasser, manchmal noch Kardamom, wenig Salz, selten Zucker. Kneten, wie das Leben – oder Gott – den Menschen knetet, dann ruhen lassen, wieder kneten, ruhen lassen. Zeit braucht man. Und Geduld. Das Reich Gottes gleicht einem Sauerteig. So steht es in Lukas 13, 20. Und so ist es auch für Ibrahim Metta.
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